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Rette uns wer kann. Eine Inszenierung des Zukunftslabors

Klimawandel, Ressourcenknappheit, Massentierhaltung… Man fühlt sich manchmal ganz erschlagen von den Zukunftsprognosen. Gerne würde man was ändern, aber man ist so machtlos, wo soll man ansetzen? Das Zukunftslabor des Staatstheaters unternimmt mit seiner aktuellen Inszenierung einen Versuch: Kann Theater dazu beitragen, eine bessere Zukunft zu gestalten?

 

 

Das wollten wir auch wissen und haben uns Karten gekauft… Schon der Aufführungsort ist ungewöhnlich für ein Theaterstück: Die alte Kaserne in der Husarenstraße. Eine „Reiseleitung“ führt die Besucher gruppenweise durch die einzelnen Stationen. Man durchläuft einen Parcours aus Horrorszenarien und Utopien und erlebt dabei Theater aus nächster Nähe. Vielfältige Themen wie die Gefühle vom Fisch im Plastikmeer, die Alternativlosigkeit des Kompostklos oder die Schönheit einer freilebenden Gurke bringen den Besucher ebenso zum Schmunzeln wie zum Nachdenken.

Eingestimmt auf ein unausweichliches aber hoffnungsvolles „Packen wir es an“ findet man sich zum Schluss in einem Saal um eine lange Tafel ein. Die Darsteller, die zum großen Teil Laien sind, formulieren nun ihre Ideen und Initiativen, ihre persönlichen Ansätze für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Welt und ihren Ressourcen. Mit einem gemeinsamen Abendessen wird der Rahmen geschaffen sich auszutauschen, einzubringen, Ideen zu sammeln, Kontakte zu knüpfen…

Dieses „Theaterstück“ ist ein Wachrüttler in doppelter Hinsicht: Zum einen stößt es uns auf die großen Gefahren, in die sich die Menschheit durch die Ausbeutung des Planeten begeben hat. Zum anderen zeigt es uns Möglichkeiten auf, unsere Zukunft zu gestalten. Es sagt uns: Man muss es nur machen!

Kommende Aufführungen: Mi 2.12. / Do 3.12. / Sa 5.12. / So 6.12. jeweils 19:30 Uhr

Ort: Husarenstraße 75

Eintritt: 13 €

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